Ratgeber Immobilien fotografieren – Die richtige Ausrüstung für die Immobilienfotografie

Ich werde immer wieder von Kunden uns speziell von Immobilienmaklern gefragt, ob die Kamera XY oder dieses und jenes Objektiv für das fotografieren von Immobilien geeignet ist. Daher habe ich mich entschlossen, einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Fotoausrüstung für die Immobilienfotografie zu veröffentlichen.

Dieser Ratgeber richtet sich zunächst vornehmlich um Fotografie-Einsteiger und fortgeschrittene Fotografen, die nicht gleich mehrere Tausend Euro für eine Vollformat-Kamera ausgeben möchten. Mein Anspruch ist es, bezahlbares und für die Immobilienfotografie geeignetes Equipment vorzustellen. Für die professionellen Fotografen wird zeitnah einen eigenen Ratgeber veröffentlich.

Die richtige Kamera

Bei der Wahl der richtigen Kamera stellt sich meist zuerst die Frage nach dem Hersteller. Canon, Nikon und Sony sind hier die bekanntesten Vertreter. Um den Ratgeber übersichtlich zu halten habe ich für jeden der drei Hersteller einen eigenen Beitrag mit Kameraempfehlungen erstellt.

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Arten von Kameras, die sich für das Fotografieren von Immobilien eignen. Zum einen die klassischen digitalen Spiegelreflexkameras und zum anderen die kompakten spiegellosen Systemkameras. Die zeichnen sich durch Ihre kompakte Bauweise bei gleichzeitig hoher Bildqualität aus. Außerdem lassen sich auch bei Systemkameras die Objektive wechseln. 

Das richtige Objektiv

Grundsätzlich wird für das fotografieren von Immobilien ein Weitwinkel- oder sogar ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv benötigt. Neben den Objektiven der Kamerahersteller gibt es auch Objektive von anderen Herstellern. Hier ist zu beachten, dass jeder Kamerahersteller einen anderen Objektivanschluss verwendet - ein sogenanntes Objektivbajonett - sodass ein Objektiv für eine Canon-Kamera nicht auf eine Nikon-Kamera passt. 

​Daher habe ich für jeden der drei oben genannten Hersteller wieder einen separaten Beitrag für entsprechend passende Objektive erstellt. 

Das richtige Stativ

Ein stabiles Stativ, welches zumindest bis auf Brusthöhe ausgefahren werden kann ist ein absolut obligatorischer Teil der Fotoausrüstung. Es sorgt für scharfe und exakt gerade ausgerichtete Bilder ohne Verwacklungen und ist unbedingt erforderlich, wenn man Belichtungsreihen für ein HDR-Foto erstellen möchte.

Ich persönlich bin ein großer Fan des Herstellers Manfrotto, da sich dessen Stative durch eine tolle Qualität zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis auszeichnen​. Wer Wert auf leichtes Equipment legt, der sollte über den Kauf eines etwas teureren Karbon-Stativs nachdenken. Grundsätzlich empfehle ich eher ein Stativ mit 3 anstatt 4 Beinsegmenten. Zwar sind diese etwas weniger handlich, aber dafür stabiler und schneller aufzubauen.

Die folgenden Stative eignen sich für das Fotografieren von Immobilien sehr gut.​

Der richtige Stativkopf

Zusätzlich zum Stativ benötigt man einen stabilen und leicht einzustellenden Stativkopf, auf welchem die Kamera - optimalerweise mit einer Schnellwechselplatte - fest fixiert werden kann. Grundsätzlich lassen sich zwei Typen von Stativköpfen unterscheiden. Kugelköpfe und Drei-Wege-Neiger. Bei den Kugelköpfen gibt es noch eine sehr komfortable Sonderform mit Joystick-artigen Griffen für ein schnelles und präzises Verstellen des Kopfes.

Ich persönlich bevorzuge den Manfrotto 327RC2. Der Manfrotto 324RC2 ist für leichtere Kamera-Objektiv-Kombinationen ausgelegt.

Das richtige Zubehör

Neben einer guten Kamera-Objektiv-Kombination und einem stabilen Stativ inklusive Stativkopf gibt es noch ein paar kleine Helferlein, die das Fotografieren enorm erleichtern. Zum einen eine kleine Wasserwaage für den Blitzschuh, um die Kamera exakt waagerecht ausrichten zu können. Die Libellen an den Stativköpfen oder direkt am Stativ sind meist unbrauchbar und nicht präzise. Sollte deine Kamera eine integrierte Wasserwaage besitzen, kannst du auf die Blitzschuhwasserwaage verzichten.

Das zweite wichtige Zubehörteil ist ein Fernauslöser. Dieser kann kabelgebunden sein oder per Infrarot-Verbindung auslösen. Bei den Canon-Kameras empfiehlt sich eher ein Kabelauslöser, da bei vielen Modellen der Infrarot-Empfänger​ auf der Vorder- und nicht auf der Rückseite ist.

Der Kaiser Fernauslöser bietet sich für die Canon-Kameras an. Der Infrarot-Auslöser von Amazon Basics funktioniert prima mit Nikon-Kameras. 

Zusammenfassung | Weitere Ratgeber

Die richtige Kamera (Canon)
Die richtige Kamera (Nikon)
Die richtige Kamera (Sony)

Das richtige Objektiv für Canon-Kameras
Das richtige Objektiv für Nikon-Kameras
Das richtige Objektiv für Sony-Kameras

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